Schreiben ist…..

Jan 17 2023
Schreiben ist schwer. Schreiben ist Folter.
Foto von Hannah Wei auf Unsplash

Schreiben ist schwer. Schreiben ist Folter.

Allein der Gedanke an das Format, die Regeln und den Stil ist überwältigend.

Die Geschichte und das Bild sind mir klar vor Augen, aber wenn ich vor meinem blinkenden Bildschirm sitze, fehlen mir die Worte.

Alle meine Vokabelkenntnisse oder Kenntnisse der englischen Sprache helfen mir nicht weiter.

Nicht einmal die Stimmen aller Meinungen, Meisterkurse und Ratschläge können mir helfen.

Tiefer Seufzer. Reizüberflutung. Jetzt ist die Stimme der Geschichte gedämpft und tritt in den Hintergrund.

Schreiben zögert.

Schreiben ist schwer. Schreiben ist riskant

Ich stecke fest. Vielleicht ist es Angst. Vielleicht ist es Zweifel. Vielleicht ist es Feigheit. Vielleicht ist es das berüchtigte Imposter-Syndrom. Vielleicht ist es die verfluchte Schreibblockade.

„Was ist, wenn ihnen mein Schreiben nicht gefällt?“ Ein Gedanke, der mich verfolgt. „Was ist, wenn ich nicht so talentiert bin, wie ich es mir vorstelle?“ Eine Angst, die mich quält.

Schreiben ist riskant und ich scheue Risiken.

Ich vertiefe mich in den Versuch, hinter den Kulissen Perfektion zu erreichen, aber vielleicht liegt die Perfektion im Tun; es öffentlich machen. Aber diese Perfektion, die ich kennengelernt habe, ist ein Mythos. Ein Dieb der Zeit.

Schreiben ist schwer. Schreiben ist ein Spiegel.

Vielleicht ist es keine Angst. Vielleicht ist es kein Zweifel. Vielleicht ist es nicht das berüchtigte Hochstapler-Syndrom. Oder die verfluchte Schreibblockade.

Vielleicht ist es Feigheit.

Die Angst vor der Konfrontation mit Traumata, Emotionen und Geheimnissen? Die Angst, an diese dunklen Orte zu gehen.

Die Angst, einen Teil von mir zu entblößen, den ich lieber verbergen würde?

Die Angst, in den Spiegel zu schauen; mich vor mir selbst entblößen?

Die Angst davor, den Weg der Heilung zu beschreiten?

Schreiben ist Mut. Schreiben ist Freiheit.

*schwerer Seufzer*

Schreiben ist Mut. Schreiben ist Freiheit.

Es ignoriert den Lärm. Und es schließlich ausschließen.

Es bedeutet, den weniger befahrenen Weg zu wählen, weil die Last der Angst zu groß geworden ist, um sie zu ertragen.

Denn vielleicht macht Mut, nicht Talent, den Autor aus.