Paradies verloren

Feb 28 2023
Es ist kein Geheimnis, dass Menschen den Planeten zerstören, aber ich habe selten ein konkreteres Beispiel gesehen als den Ferienort Tulum in Mexiko. Meine Frau und ich besuchten Anfang des Monats das Strandparadies Yucatan, um uns nach zwei Monaten Kälte und Regen in Nordkalifornien aufzuwärmen.

Es ist kein Geheimnis, dass Menschen den Planeten zerstören, aber ich habe selten ein konkreteres Beispiel gesehen als den Ferienort Tulum in Mexiko.

Meine Frau und ich besuchten Anfang des Monats das Strandparadies Yucatan, um uns nach zwei Monaten Kälte und Regen in Nordkalifornien aufzuwärmen. Das Wetter hielt seinen Erwartungen stand, aber die Erfahrung machte mich traurig über die Zukunft dessen, was ein erstklassiges Urlaubsziel werden sollte.

Wo soll ich anfangen?

Perhaps the most obvious challenge facing the community is the mountain of seaweed that piles up on the beaches. The foul-smelling macroalgae, called sargassum, invades the coast in such vast quantities that beachgoers were surrounded by the slimy mess as they walked along the beach near the water or went swimming in the ocean.

In addition to spoiling vacation dreams, the algae has serious environmental consequences. It keeps sunlight from reaching coral reefs, harms marine life, and prevents sea turtles from laying eggs.

It also endangers the health of low-paid workers who heroically but ineffectively use pitchforks to load the decaying mass into wheelbarrows.

Scientists blame the seaweed explosion on agricultural runoff and sewage from the Amazon River in Brazil, the result of accelerated development in the rainforest. The problem is exacerbated by ocean warming due to climate change.

This calamity is not limited to Tulum. According to NASA, the sargassum stretches for more than 5000 miles, spoiling beaches across the Caribbean from the Lesser Antilles in the southeast to Cancun in the northwest. It is considered the world’s largest algae bloom.

Reckless development has caused the other major environmental crises in Tulum. Despite government approval for numerous new resorts and housing projects, infrastructure to support the rapid growth was never built.

No electric grid or sewage system serves the coastal area. Most buildings rely on diesel generators and unsafe septic tanks. Landfills are over capacity.

Nach Angaben des mexikanischen Ministeriums für Umwelt und natürliche Ressourcen sind 80 % der Cenoten Yucatans – unterirdische Grundwasserleiter, die lange Zeit als Erholungs- und Trinkwasserquelle genutzt wurden – durch Müll, Pestizide und Abwasser verseucht. Mangrovensümpfe, die Verunreinigungen im Wasser filtern, werden zerstört, um Platz für Hotels und Eigentumswohnungen zu schaffen.

Die Dieselgeneratoren, die einen Großteil der Resortwirtschaft antreiben, verursachen Lärm und beeinträchtigen die Luftqualität. Trotz des sonnigen und windigen Klimas sahen wir keine Hinweise auf Solar- oder Windenergieprojekte.

Ein weiterer Verstoß gegen vernünftige Planung ist, dass die meisten Hotels direkt auf dem Sand gebaut werden, was die Stranderosion beschleunigt und ihre langfristige Rentabilität gefährdet, wenn der Meeresspiegel steigt.

Das mexikanische Tourismusministerium berichtet, dass die 700 Meilen lange Karibikküste von Yucatan jedes Jahr 3 bis 15 Fuß Strand verliert. Hurrikane und tropische Stürme nehmen aufgrund des Klimawandels an Häufigkeit und Intensität zu und vernichten in ihrem Kielwasser große Strandabschnitte.

Schließlich ist die einzige Straße durch den Tulum-Resortstreifen – übersät mit Hotels, Restaurants, Apotheken und anderen Geschäften – eng, mit Schlaglöchern übersät, verstopft und hat keine Gehwege. Mit der Fertigstellung der vielen neuen Strandanlagen wird der Verkehr zum Stillstand kommen und die Gefahr für Fußgänger wird noch größer.

Dennoch baut die mexikanische Regierung einen neuen internationalen Flughafen und einen Zug nach Tulum, die beide noch in diesem Jahr fertiggestellt werden sollen. Sie werden noch mehr Touristen in die Gegend locken und die Umweltzerstörung verschärfen.

Obwohl wir diese beunruhigenden Anzeichen eines drohenden Untergangs für Tulum beobachteten, hatten wir einen angenehmen Urlaub. Der pudrige Sand ist herrlich, die Meerestemperatur ist angenehm und das Essen und die Unterkünfte waren ausgezeichnet.

Wir sahen nistende Fregattvögel, Delfine und Meeresschildkröten im Biosphärenreservat Sian Ka'an (Nationalpark), besuchten die beeindruckenden Maya-Ruinen in Tulum und Chichen Itza und schwammen in der Gran Cenote.

Umso trauriger ist es, dass dieses Gebiet von außergewöhnlicher Schönheit, Geschichte und Kultur auf dem Weg der Zerstörung ist.

Wie Don Henley im Eagles-Klassiker „ The Last Resort“ warnte : „Du nennst irgendwo das Paradies, küsse es zum Abschied.“