Melasse am Flussbett
Der Fluch der Melasse ist süß, aber erstickend. Komplexe, tiefe Gedanken fließen durch meine Adern, aber wenn sie austreten, können sie die Umgebung entweder trüben oder einen angenehmen Akzent setzen. Während das Ergebnis so schmerzlos wie ein Münzwurf erscheint, verfolgen mich die Folgen einer unglücklichen Wendung. Bald überwältigt mich die Angst im Wettlauf um die menschliche Verbindung. Jeder Mensch ist per Definition einzigartig, aber so viele sind den Tricks meines Geistes zum Opfer gefallen, jeder einzelne von ihnen ist in den Friedhof meiner Knochen eingraviert. Deshalb sitze ich lieber alleine da und verdaue das Lächeln anderer aus der Ferne. Auch wenn ich ihre Freuden nicht stehlen kann, bin ich dankbar, dass ihre Ausdrucksformen der Freude noch einen weiteren Tag lang gedeihen.
Allerdings hat mich die Gier schon früher so sehr verzehrt, dass ich potenzielle Freundschaften verfolgte, als wäre ich frei von den Fesseln der überheblichen Zähigkeit. Zuerst würde man die flüssige Bronzesorte als einen Segen des Reichtums betrachten, aber als sie sich immer weiter zu einem verhärteten, schlammartigen Hügel anhäufte, wurden die einst klaren, klaren Wellen ihres Herzens trübe. Der Sand der Zeit verschmolz und umhüllte die Schatten der Melasse, bis die Zeit nicht mehr zu reparieren war. Wenn ich also die unglücklichen Seelen beobachte, die ich zu erreichen versuchte, werde ich nur an die zusätzlichen Schatten erinnert, die ich auf sie geworfen habe. Sie lächeln halbherzig, als hätte ich ihnen einen entzündeten Teil ihres Wesens amputiert. Aufklärung, aber zu welchem Preis?
Ich gebe nicht den Menschen die Schuld dafür, dass sie meinem Fluch entgangen sind. Durch das undurchsichtige Sumpfwasser zu stapfen und dabei jeden nackten Zeh dem prähistorischen Unbekannten ausgesetzt zu sehen, ist ebenso beängstigend wie meine Reise bis hierher. Doch mein hoffnungsvoller Blick widerspricht meiner Akzeptanz der Verderbtheit. Vielleicht wird der Meeresboden eines Tages nicht bei jedem meiner Schritte erzittern und schwarze Staubwolken brüllen. Vielleicht werden die Sonnenstrahlen eines Tages das Schillern der Schuppen der Regenbogenforelle zum Vorschein bringen. Wird dieser Bereich der Existenz jemals das Rinnsal der Melasse willkommen heißen?

![Was ist überhaupt eine verknüpfte Liste? [Teil 1]](https://post.nghiatu.com/assets/images/m/max/724/1*Xokk6XOjWyIGCBujkJsCzQ.jpeg)



































